Mexiko

Mexiko im Allgemeinen

Das Land Mexiko liegt auf dem nordamerikanischen Kontinent, direkt "unter" den USA. Das Klima ist auch etwas anders: Die wärmste Zeit ist von März/April bis Juni, danach folgt bis zum September eine Regenzeit und danach der Winter, der allerdings mit stetigen über 0 °C nicht allzu kalt wird.
Mexiko hält fast alle Arten von Landschaften bereit: Es gibt hohe Berge, Strände (an gleich zwei Weltmeeren), im Süden Urwald, im Norden Wüste.
Weit verbreitet ist Fußball, so dass man auch - während die WM in Deutschland war - in Mexiko ordentlich mifeiern konnte. Andere Einflüsse gibt es z.B. aus den USA mit Baseball oder aus Spanien mit dem Stierkampf.
Auch wenn die meisten Mexikaner sehr arm sind (in Mexiko Stadt leben 65% unter der Armutsgrenze), sind sie doch meist fröhliche und aufgeschlossene Zeitgenossen. Vor allem hat man als Deutscher sehr gute Karten (was man ja sonst gar nicht gewohnt ist!). Das liegt daran, dass Mexiko keine schlechten Erfahrungen mit Deutschland gemacht hat, dafür mögen sie die US-Amerikaner gar nicht gerne. Es kommt auch vor, dass diese dann nicht in die Discotheken gelassen werden.
Bildung steht noch im Kurs; ähnlich wie bei uns kann man auch dort mit dem Abitur abschliessen und dann an die Universität gehen. Als Konkurrenz zu den staatlichen Bildungseinrichtungen gibt es aber auch (sehr teure) Privatschulen und -universitäten, die natürlich um einiges angesehener sind.
Ihr nationalbewusstsein ist sehr ausgeprägt, oft sieht man die mexikanische Flagge oder andere Dinge, die in Nationalfarben dargestellt sind (z.B. beim Essen: eine weiße Suppe mit grünen Blättern und rotem Chili oder weißer/durchsichtiger Tequila, der zusammen mit grünen Limonen und roter Chili-Soße serviert wird).
Das mexikanische Essen ist sehr reichhaltig. Rotes und grünes Chili, sowie Limonen gehören zur Standardausrüstung eines jeden Essens (sogar am Hamburger-Stand gibts Chili). Die scharfen Gewürze dienen nicht zuletzt dazu, den Magen etwas von Bakterien zu säubern, die in der nicht immer hygienisch einwandfreien Zubereitung ins Essen geraten können.
Ansonsten gibt es noch das Bussystem zu erwähnen, das sehr gut ausgebaut ist. Man kann quasi von jedem Ort aus überall hin mit dem Bus fahren. Normalerweise reist man (zumindest als Tourist) erster Klasse, da es (für deutsche Verhältnisse) auch nicht allzu teuer ist und man schneller ankommt. Doch Vorsicht: Die Busse sind stets stark klimatisiert, so dass man bei längeren Fahrten auf jeden Fall lange Sachen anziehen sollte!
Eine Eisenbahn gibt es in Mexiko quasi nicht, die letzte offizielle Strecke wurde vor ein paar Jahren stillgelegt, da sie sich nicht mehr gelohnt hat. Wie in Europa gibt es jedoch Billig-Flieger, mit denen man für unter 100 Euro bequem durchs Land jetten kann.


Mexiko Stadt ("DF" - Distrito Federal)
"La ciudad de Mexico" ist groß, riesig, immens. Aber mindestens genauso groß ist das Chaos in der Stadt. Zu den Hauptverkehrszeiten sind regelmäßig die Straßen verstopft und man kommt kaum noch voran. Bei Taxifahrten kann es auch durchaus vorkommen, dass der Fahrer nicht so genau weiß, wo er hinfahren soll. Deshalb sollte man ungefähr wissen, wo man hinwill. Die Angabe einer Straße genügt übrigens meistens nicht. Da die Straßen sehr lang sind, muss dann noch eine Querstraße mit angegeben werden, damit der Taxifahrer weiß, wo er halten soll.
Als alternatives Verkehrsmittel gibt es noch die Metro, die U-Bahn. Hier tummelt sich normalerweise die ärmere Gesellschaft, da eine Fahrt mit der Metro mit 2 Pesos (ca. 15 Cent) für jeden erschwinglich ist. Bei der Oberschicht ist es allerdings verpönt, solche Verkehrsmittel zu benutzen, zumal sie als nicht besonders sicher gelten.
Mexiko ist in viele Stadtviertel aufgeteilt. Die angesagtesten sind momentan "Polanco" und die "Condesa", touristisch interessant sind auch das historische Stadtzentrum, das Viertel "Roma" und die "Zona Rosa" mit vielen Bars und Diskotheken.
Das Klima in Mexiko Stadt ist gemäßigt. Die Stadt hält zwar die Wärme etwas in sich, jedoch wird es kaum wirklich heiß, da die Stadt auf ca. 2200 Metern liegt.
Ein großes Problem - neben der Armut - ist die Luftverschmutzung. So kommt es, dass jedes angemeldete Auto nur zu bestimmten Tagen in der Woche fahren darf. Daher haben viele Mittel- und Oberständler auch mehrere Autos (was nicht unbedingt viel heißen muss: Autos sind dort etwas billiger als in Deutschland und so etwas wie den TÜV kennen die nicht wirklich).
Zudem gibt es einen großen Wassermangel, da Mexiko als einzige Hauptstadt nicht an einem Fluss oder Gewässer liegt. In die ärmeren Gebiete am Stadtrand wird regelmäßig Trinkwasser mit Lastwagen ausgeteilt.

Taxco
Taxco war die erste Station auf meiner Mexiko-Reise. Die Freundlichkeit der Mexikaner machte sich auch sogleich bemerkbar, als mein Nebensitzer im Bus - gebürtig aus Taxco - mir nach der Ankunft ein zentrumnahes Hotel zeigte und auch den Kleinbus für mich bezahlte.
Ansonsten ist Taxco ein hübsches, ruhiges, kleines Städtchen, das recht steil in den Bergen liegt.
Bekannt ist Taxco für die Massen an Silber (spanisch "plata"), die dort verkauft werden. Durch dieses und durch die Touristen finanziert sich die Stadt hauptsächlich.


Acapulco
Acapulco war mein erster Stand-Zielort. Jedes Jahr stürmen haufenweise Amerikaner die Stadt, um ihre "Spring Break" zu feiern. Das habe ich jedoch nicht mitbekommen, da ich nicht im März sondern einige Monate später da war (zum Glück?).
An Acapulco ist einiges nicht gerade sauber, wie z.B. der Strand. So habe ich es vorgezogen, das Baden auf den nächsten Urlaubsort zu verschieben. Auch eine Hauptverkehrsstraße führt direkt am Ufer entlang, was die Sache nicht unbedingt angenehmer und schon gar nicht leiser macht. Nichts desto trotz sollte man dort die berühmten Felsenspringer ("La Quebrada") gesehen haben, die sich waghalsig von den ca. 40 Meter hohen Klippen kopfüber in die Fluten stürzen.

Puerto Escondido

Hier befindet sich das Surfer-Paradies schlechthin, sogar Surfcontests finden hier öfters statt. Obwohl der Pazifik ja als der "Stille Ozean" gilt, ist es in der Brandung allerdings meistens zu gefährlich, um zu baden. Dazu kann man z.B. an die kleine Bucht des "Playa Manzanillo" gehen.
Die Stadt an sich bietet kaum historische Sehenswürdigkeiten. Es macht jedoch Spaß, an der strandnahen Promenade entlangzuschlendern.
Da kann man auch sehr einfach aufgeschlossene Einwohner treffen, die einem gerne mit Rat und Tat helfen, die schönsten Plätze zu finden.
Im "Hostal Shalom" habe ich genächtigt. Die Unterkunft war mit 70 Pesos (ca. 5 Euro) pro Nacht sehr billig, allerdings waren die Betten auch entsprechend billig. So kam z.B. vor, dass am Morgen neben meinem Bett ein kleiner Skorpion herumkrabbelte. (So etwas ist aber eigentlich kein Normalfall)
In den Hostels trifft man sonst viele Jugendliche und Weltenbummler aus aller Welt. Engländer, Norweger, Franzosen, Amerikaner... fast alle Nationen waren hier und da vertreten.


San Cristóbal de las Casas
Die Kolonialstadt San Cristóbal de las Casas ist mit einer Höhenlage von ca. 2100 Metern sehr hoch gelegen, deshalb ist das Kima dort auch um einige kühler als weiter "unten".
Die Stadt ist sauber und die Luft ist gut. Für die (nicht wenigen) Touristen ist es einfach, sich in den Straßen zurechtzufinden.
Am Rand der Stadt gibt es Berge, an deren Füßen Kirchen errichtet wurden. Von diesen aus hat mein einen wunderschönen Blick über die Stadt.
Abgestiegen bin ich hier im "Posada Hostel Mexico", welches ebenfalls sehr günstig war. Jedoch um einiges besser im Stand als das Hostal Shalom in Puerto Escondido!
Auch kam ich in den Genuss, eine sehr gute Ska-Band live hören zu dürfen. Leider hatten sie keine CDs, die sie verkaufen konnten.


Toniná
Zwischen San Cristóbal de las Casas und Palenque liegt der Ort Ocosingo und einige Kilometer von diesem entfernt die Maya-Ruinen von Toniná.
Sehr groß und sehr eindrucksvoll präsentieren sich die Steinmassen und bilden einen eindrucksvollen Kontrast zum umliegenden Urwald.
Wenn man die Pyramiden hinaufsteigt, hat man eine wundervolle Aussicht über die umliegende Landschaft.
Hier habe ich auch eine Schulklasse aus der Nähe von Tuxtla getroffen (aus der Preparatoria = Oberstufe), die gerade einen dreitägigen Ausflug zu den Maya-Ruinen gemacht hat.
Sehr lustige Zeitgenossen!

Palenque

Noch einige Kilometer vor Palenque liegen die fantastischen Wasserfälle von Mizol-Ha und Agua Azul. Mizol-Ha ist ein sehr sehr hoher Wasserfall, wo man sogar dahinter laufen kann.
Agua Azul besteht aus etlichen kleinen Wasserfällen direkt hintereinander. Ist auch sehr schön anzusehen. Allerdings entspricht die Farbe des Wassers nur in den früheren Jahreszeiten, also Februar/März, dem Namen des Ortes (azul = span. für "blau"). Man kann von Palenque aus dann auch pauschal Fahrten zu den Plätzen buchen.
Die Stadt Palenque selbst ist nicht allzu reizvoll, bietet aber alles, was man braucht (Essen, Internet, Bars, Discos, Wäscherei).
Meine Unterkunft war hier sehr exklusiv: Einige Kilometer außerhalb von Palenque, am Weg zu den Ruinen, wo es viele Übernachtungsmöglichkeiten gibt (z.B. Zelten, Luxus-Hotels, Cabañas), findet sich ein Ort mit dem Namen "El Panchan". Dies ist ein Verbund von mehreren Betreibern, die verschiedene Arten von Unterkünften und Restaurants haben.
Das Besondere an "El Panchan" ist, dass es quasi direkt im Urwald liegt. Das heißt: Zu den Unterkünften muss man zwischen Palmen, Lianen und anderem Gewächs hindurch und nachts hat man eine einmalige Geräuschkulisse!
Die Pyramiden von Palenque sind auch sehr eindrucksvoll, es sind einige mehr als in Toniná. Auch von dort aus hat man eine schöne weite Aussicht über die Landschaft!


Villahermosa
Das Wort "hermosa" im Spanischen bedeutet eigentlich "hübsch, schön". Das kann man von dieser Stadt allerdings nicht unbedingt behaupten.
Ich wollte die Stadt trotzdem sehen, obwohl sie von meinem Reiseführer nicht empfohlen wurde. Wahrscheinlich wurde sie aus den anderen Reiseführern auch schon gestrichen, denn Touristen werden zum Teil schon komisch angeguckt.
Dennoch gibt es einige schöne Plätze dort, wie z.B. den Fluss río Grijalva, den Plaza de Armas oder das neu gebaute und moderne Regierungsviertel.
Nach spätestens einem Tag hat man aber eigentlich alles Sehenswerte gesehen und kann getrost weiterreisen!

Campeche
Campeche liegt im gleichnamigen Bundesstaat und war meine erste Station am Golf von Mexiko.
Die Innenstadt ist umgeben von einer Stadtmauer, die früher gegen die Piraten errichtet wurde, die im 17. Jahrhundert die Stadt quasi platt gemacht hatten.
Einen Badestrand gibt es direkt in der Stadt zwar nicht, jedoch kann man mit dem Bus zu dem ein paar Kilometer entfernten "Playa bonita" fahren, wo man z.B. sehr viele Muscheln finden kann.
Eine sehr zu empfehlende Unterkunft namens "Monkey Hostel" liegt direkt am Zócalo, also im Zentrum, gegenüber der Kathedrale. Mit ca. 6 Euro pro Übernachtung (inkl. Bettwäsche, Handtuch und Frühstück) ist das auch eine der günstigsten Möglichkeiten.

Playa del Carmen

Dieser Ort steht für die Karibik, für türkisfarbenes Meer, Sandstrand und Palmen. Die hohen Wellen des Atlantiks - dem dritten Meer auf meiner Reise - werden hier von der Insel Cozumel, die vor der Küste von Playa del Carmen liegt, größtenteils abgeschwächt.
Da diese Idylle natürlich auch schon von Hotelbetreibern entdeckt wurde, verunschönern einige Hotelklötze den Strand. Auch werden einige Attaktionen auf dem Wasser angeboten, wie Tauchkurse, BananaBoat und ähnliches.
Zu empfehlen ist übrigens die Wartehalle für die Fähre nach Cozumel: Dort weht stehts eine erfrischende Brise und das Dach schützt vor Sonne bzw. Regen. Günstig kann man sich auch am Pizza-Stand mit der netten Bedienung davor etwas zu essen holen. (Es sei denn, man bevorzugt teure Touristen-Kneipen wie "Señor Frogs" oder FastFood-Restaurants)

Tulúm
Berühmt ist Tulúm für die dortigen Maya-Pyramiden. Nicht ganz so groß und gewaltig wie die Konkurrenz in Palenque oder Toniná sind die Ruinen, dafür ist die Lage umso schöner: Die Lage direkt am Ufer, vor dem türkisblauen Meer ist einmalig!
Der Strand hier ist überhaupt das Nonplusultra. Quasi keine Touristen, keine Hotels, kein Kommerz. Feiner weißer Sand, ein paar Palmen und das Meer. Übernachtungsmöglichkeiten bieten viele kleine Anbieter, die strandnah Cabañas (das sind kleine Hütten) oder eine Zelt- und Wohnwagenmöglichkeit anbieten.
Man kann nur hoffen, dass dies noch eine Weile so erhalten bleibt...


San Miguel de Allende
Ein weiteres, ebenfalls sehr schönes Städtchen im Kolonialstil ist San Miguel de Allende, das seinen Namensanhang vom Freiheitskämpfer Ignacio de Allende hat.
Viele bunte und meist gut erhaltene Häuser sind in der Innenstadt zu sehen, am Rande des Zócalo findet man außer zahlreichen Cafés und Restaurants auch die Kirche. Das besondere an dieser Kirche ist, dass sie sich von den meisten anderen Kirchen des Landes stilistisch unterscheidet.
In San Miguel de Allende leben viele Amerikaner. Nicht als Touristen, sondern quasi als Auswanderer. Daher ist es Gang und Gäbe, dass dort sowohl Spanisch als auch Englisch gesprochen wird.
Untergekommen bin ich hier in einer Art Jugendherberge namens "Alcatraz". Für 100 Peseten ist man dabei. Preislich gilt San Miguel de Allende sonst eher für teuer, ich konnte in den 2 Tagen wo ich da war allerdings keinen wesentlichen Unterschied zu anderen Städten feststellen.
Zufällig hatte ich noch das Glück, an dem Wochenende wo ich dort war einen historischen Volkstanz (siehe Bild) mitzuerleben.



Puebla
Puebla liegt nur ca. 2 Bus-Stunden von Mexiko Stadt entfernt. Am 5. Mai des Jahres 1862 fand hier eine Schlacht gegen die Franzosen statt, die aber gewonnen wurde. Seitdem ist der 5. Mai ein mexikanischer Nationalfeiertag. In quasi jeder Stadt gibt es auch eine Straße, die nach diesem bedeutendem Datum benannt ist ("Cinco de Mayo").
Direkt am großen bebaumten Zócalo liegt die Kathedrale und auch der Eingang zur großen Einkaufsstraße.
Auch einige Kirchen findet man in der Stadt, jedoch nicht so viele wie in der Nachbarstadt Cholula.

Cholula

365 und nicht weniger ist die Anzahl der Kuppeln aller Kirchen, die sich in dieser Stadt ansammeln (oder "anhäufen" müsste man eigentlich schon sagen). Eine Kirche findet man somit quasi an jeder Ecke und weil's so schön ist, werden zur Feier jeder Kuppel täglich ein paar Böller abgeschossen!
Doch es gibt noch mehr zu sehen in Cholula: Lange unentdeckt blieb die (vom Volumen her) größte Pyramide, die früher im Auftrag von Hernán Cortés zugeschüttet und nun erst zum Teil wieder ausgegraben wurde. Oben drauf wurde noch eine Kirche errichtet. Von dort oben aus hat man übrigens einen wunderbaren Blick über die Stadt.
Untergebracht war ich etwas von der Innenstadt enfernt im Hostal "Cholollan", das mit 60 Pesos das bisher günstigste war. Die Besitzer sind nett und organisieren auch selbst Touren für Touristen, die das Land durch Extremsportarten kennen lernen wollen.
Das Nachtleben in Cholula wird normalerweise von den Studenten der dortigen UDLA (Universidad de las Américas) bestimmt, jedoch hatte ich das Pech, dass gerade Ferien und somit tote Hose war.

Rafting Veracruz
An einem Wochenende ging's mit einer großen Gruppe von ca. 20 Leuten los in die Nähe von Veracruz. Dort gibt es gewaltige Schluchten, durch die sich die Wildwasser-Flüsse schlängeln.
Unsere Unterkunft war ein nahe gelegenes Hotel mit Pool, wo wir uns des öfteren aufhielten und auch unsere Vollpension genossen.
Das Ganze lag allerdings in einem kleinen 200-Seelen-Dorf, das außer ein paar Lädchen und der Dorfkirche nichts zu bieten hatte. Glücklicherweise wurde am Samstag abend das Basket- und Fußballfeld, das sich direkt neben der Kirche befindet, in eine Open-Air-Disco verwandelt, wo sich dann gegen später sowohl die Touristen (also wir) als auch das halbe Dorf versammelte.
Zum Rafting ging's dann an zwei Vormittagen für jeweils ca. 3 Stunden (danach braucht man dann auch mal ne Stärkung). Auch wenn der Schwierigkeitsgrad mit 2-3 am einen Tag bzw. mit 4 am nächsten Tag angegeben wurde, hatte ich es mir noch krasser vorgestellt. Hat aber dennoch sehr viel Spaß gemacht, dank der Zahlreichen Wasserschlachten und Experimente!
Ein Nachmittag wurde dann noch kräftig abgeseilt (span. "rappel"), von einem 30 Meter hohen Felsen braucht man da als Anfänger schon manchmal etwas an Überwindung!
Insgesamt ein gelungenes Wochenende und zu einem Pauschalpreis von ca. 100 Euro für Rafting, Abseilen, Unterkunft und Verpflegung ein absolut günstiges Angebot!


Pachuca
Die Hauptstadt des Staates Hidalgo liegt noch etwas höher als Mexiko Stadt, nämlich auf 2400 Metern. Im Stadtzentrum gibt es eine große Uhr zu bewundern, ab und zu gibt es Statuen berühmter Freiheitskämpfer.
Von der Universitätsstadt Pachuca aus kommt man schnell in die nahe gelegenen Berge, wo sich z.B. ein unberührtes, verschlafenes Dörfchen mit dem Namen "Real de Monte" befindet.
In diesem Dörfchen kann man durch die Straßen bunter Häuser schlendern oder einfach nur an dem Platz an der Kirche sitzen und den Kindern zugucken, wie sie sich am Brunnen vergnügen.


Guadalajara
In der Stadt der Tapatíos, wie sich die Einwohner Guadalajaras, der Hauptstadt des Staates Jalisco und gleichzeitig Mexikos zweitgrößter Stadt, gibt es im Zentrum eine Kathedrale "Catedral Metropolitana". Hierbei findet man jedoch gleich vier große Plätze, an jeder Seite einer!
In der Innenstadt kann man sehr schön spazieren gehen, es gibt sehr viele historische Gebäude zu sehen. Imposant ist auch der Regierungspalast, der 1751 gebaut wurde.
Das "Teatro Degollado" ist ebenfalls eindrucksvoll, bis zu einer Höhe von 4 Rängen ragt der Saal - in rot und gold gehalten - nach oben.
Im Stadtteil "Tlaquepaque", der nur ca. 20 Minuten vom Zentrum entfernt ist, findet man das Mexiko in seiner reinsten (oder klischeehaftesten?) Form wieder: Ein nettes Zentrum, Kirchen und Mariachis, die einem den Tequila versüßen.
Im Markt "Mercado Libertad" oder auch "Mercado San Juan de Dios" in Guadalajara findet man dafür alles, was man braucht und nicht braucht. Der Markt ist so riesig, dass er sich gleich auf drei Stockwerke verteilt!
Wie immer auf mexikanischen Märkten gehört natürlich das Failschen und Handeln mit dazu - und auch wenn die Standbesitzer keinen reichen Eindruck machen, verdienen die meisten doch ziemlich gut daran.
Etwas außerhalb von Guadalajara findet sich ein Örtchen namens "Tequila", wo der originale Tequila hergestellt wurde und wird. Dorthin fährt auch ein "Tequila Express".
Leider war hiermit meine Reise durch Mexiko zu Ende. Eines ist aber gewiss: Es war nicht das letzte Mal, dass ich dieses Land besuche. Ich werde wiederkommen!

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