Südamerika 1
Hier erstmal eine Landkarte
von Südamerika zum Überblick.
Rot eingezeichnet ist
die Route meiner Reise,
mit Start in Buenos Aires
und Ende in Santiago de Chile.

Buenos Aires (Argentinien)

Bei meiner Ankunft in Buenos Aires habe ich mich erstmal über die sommerlichen Temperaturen gefreut, da die Jahreszeiten dort ja gerade umgekehrt sind.
Es gibt einige hohe Hochhäuser die einen Kontrast zum Hafen und zu den Parks, die teilweise sehr weitläufig sind, bilden.
Sehr eindrucksvoll ist der riesige Friedhof im Stadtteil Ricoleta. Hier gibt es riesige Gräber (richtige kleine Häuser) und auch das Grab der berühmten Evita - muss man aber erstmal finden auf dem riesigen Friedhof!
Andere Stadtteile sind auch durchaus sehenswert, wie z.B. La Boca, was - zumindest tagsüber - eher touristisch ist mit vielen bunten Häuschen oder das ruhigere Palermo oder sonntags der Markt auf den Straßen von San Telmo.

Tango ist Argentiniens Tradition, deshalb sieht man es auch oft: In der Fußgängerzone tanzen sie, um Geld zu sammeln, genauso wie in Restaurants wo viele Touristen essen. Es gibt auch professionelle Shows, teilweise mit Tango-Kurs und einem feinen Abendessen, die dann aber etwas teurer sind.



Colonia (Uruguay)

Von Buenos Aires aus kann man schnell mit der Fähre ins Nachbarland Uruguay fahren. An einem Tag bin ich also in die Stadt Colonia gefahren - morgens hin und abends zurück. Colonia ist ein hübsches kleines Städtchen im Kolonialstil. Außer einer Menge Touristen gab es an dem Tag noch einen Wolkenbruch, so dass ich nicht wirklich viel anschauen konnte.

Iguazú (Argentinien)

In Iguazú gibt es die berühmten Wasserfälle. Sie erstrecken sich über eine Länge von 2,7 km und es kommt wirklich eine Menge Wasser da runter. Angeblich sind es die größten Wasserfälle Südamerikas. Das Gebiet teilen sich Argentinien und Brasilien, wobei die argentinische Seite um einiges größer ist als die brasilianische, auf welcher man aber einen noch schöneren Blick haben soll. Ich war lediglich auf der argentinischen Seite, die aber schon eindrucksvoll genug war. Wenn man Touristen nicht gut leiden kann, sollte man sich hier nicht unbedingt lange aufhalten.

Salta - Cafayate

In Salta selbst gibt es außer einer Seilbahn nicht sonderlich viel zu sehen, aber die Umgebung lohnt sich sicherlich.
Die Landschaft auf dem Weg nach Cafayate ist unglaublich abwechslungsreich. Man fährt durch die Vor-Anden und das Gestein nimmt viele verschiedene Farben an: Von rot über gelb und grün zu ocker und braun. Zwischen den Bergen, wo die Straße lang ging, fließt ein Fluss und diese Anordnung nennen sie hier "Quebrada".


Salta - Cachi

Auf dem Weg nach Cachi ging es in die Berge auf über 3300m, wo alles kahl ist. Man hat aber eine wunderschöne Aussicht. Später fährt man durch ein Naturschutzgebiet mit sehr vielen Kakteen, die z.T. bis zu 8 Metern hoch werden. Da ein Kaktus nur ca. 1 cm pro Jahr wächst, kann man darauf schließen, dass diese schon sehr alt sind. Eine alte Legende besagt übrigens, dass in jedem Kaktus ein "versteinerter" Krieger steckt. Wenn also die Bevölkerung angegriffen wird verwandeln sie sich zurück. :-)


Typisch für Argentinien ist das sog. "Mate". Ein teeartiges Getränk, nur bitterer und es werden viele Aufgusse getrunken. Erst wollte ich meinem Reiseführer nicht glauben, dass das dort jeder trinkt, aber es ist wirklich so: Im Park, bei der Arbeit, auf der Straße: Überall trifft man Leute jeden Alters mit dem Mate-Becher und Thermoskanne unterm Arm. Wenn man mit Einheimischen in Kontakt tritt, wird man ab und zu auch mal zum Mate eingeladen.



Salta - Jujuy

In der Provinz Jujuy gibt es die "Salinas", eine riesige ausgetrocknete Salzfläche, zu sehen. Woher das Salz stammt, ist nicht klar. Möglicherweise von einem See oder auch von den benachbarten Vulkanen. Ein Kubikmeter Salz kostet 12 Dollar und die Arbeitsbedingungen sind ziemlich hart: Die meisten Arbeiter sind aufgrund fehlender Schutzmaßnahmen bereits mit 30 Jahren erblindet! Dann ging es noch nach San Antonio de los Cobres, wo der "Zug zu den Wolken" (tren a las nubes) hinfährt. Hier gab aber nicht wirklich viel zu sehen.

San Pedro de Atacama (Chile)

Das Touristendörfchen San Pedro liegt auf ca. 2500m, also schon etwas höher. Von dort aus bin ich gleich am ersten Tag zu einem Vulkan gefahren, der allerdings inaktiv war. Mit dem Auto ging es zunächst auf 5100m und dann zu Fuß bis zum Gipfel auf 5600m. Da oben kommt man schon ganz schön ins Schnaufen, da ja weniger Sauerstoff in der Luft ist und außerdem ist es ziemlich kalt. Aber dafür ist die Aussicht phantastisch!
Am Nachmittag bin ich noch zum Sandboarden gefahren: Das ist wie Snowboarden, nur eben eine Sanddüne runter. Da der Sand viel mehr Reibung erzeugt als Schnee, muss das Brett vor jeder Abfahrt gewachst werden und man sollte nicht stecken bleiben. Hat einen riesen Spaß gemacht!
Da sich aber schon bald bemerkbar gemacht hat, dass Chile das reichste bzw. teuerste Land Südamerikas ist, bin ich schon bald wieder weiter gefahren, in ein vergleichsweise spottbilliges Land: Bolivien.


...to Uyuni (Bolivien)

Auf einer drei-Tages-Tour mit Jeeps ging es nach Uyuni in Bolivien. Auf dieser Tour gab es einiges zu sehen: Thermalquellen zum Baden, die sogar richtig heiß waren, diverse Seen in allen Farben und Formen (der "rote" See, den man auf den Fotos sieht, ist voller Mikroben, die den See rot färben). Außerdem Geysiere, die nach Schwefel stanken, Lamas und andere exotische Tiere, jede Menge Kakteen und - als große Attraktion - den riesigen Salzsee "Salar de Uyuni".


Nach Südamerika bin ich alleine gereist, jedoch ist alleine nicht wirklich "alleine", denn überall lernt man Menschen kennen: Andere Backpacker in den Hostels, Touristen bei den Sehenswürdigkeiten und natürlich Leute von dort. Erstaunlicherweise habe ich viele Israelis getroffen, die alle nach ihrem Militärdienst eine große Reise machten. Die meisten Backpacker, die man so trifft, sind nicht - wie ich - nur ein paar Wochen unterwegs, sondern meistens ein halbes Jahr oder länger. Auch ein älteres Ehepaar aus den USA habe ich getroffen, die bereits für 10 Jahre in der Weltgeschichte herumreisten. Oder auch zwei französische Zirkusartisten.


Tucumán (Argentinien)

In San Miguel de Tucumán, wie die Stadt mit vollem Namen heißt, regnet es häufig. Und wenn es nicht regnet, dann ist das Wetter ziemlich schwül. Trotzdem lässt sich manchmal die Sonne blicken und man kann eine schöne Stadt sehen. Der große Platz in der Stadtmitte eignet sich hervorragend zum Eis essen und so treffen sich auch viele Jugendliche hier. Ein großer Park lädt außerdem zum Entspannen oder Sport treiben ein.

Córdoba (Argentinien)

In Córdoba, das ziemlich zentral in Argentinien liegt, gibt es eine riesige Fußgängerzone, einige schöne Plätze und Kirchen. Noch schöner ist aber das Umland von Córdoba: Im Ort "Alta Gracia" zum Beispiel gibt es ein "Che Guevara"-Museum und ein wunderschönes Stadtzentrum.
In der Nähe Córdobas habe ich auch einen Fallschirmsprung gemacht (Skydiving). Preislich war das erschwinglich und der Sprung, der aus einem recht kleinen Flugzeug und aus 2500m Höhe erfolgte, ist natürlich auch ausreichend dokumentiert worden. Insgesamt sehr aufregend, aber es hat sich gelohnt! Adrenalin pur!



Argentinien ist außerdem berühmt für sein Fleisch. Allerorts wird gegrillt und superleckeres, saftiges Fleisch gegessen. Das Ganze nennt sich dann "asado" oder auch "parilla". Oftmals wird in den Hostels so ein Barbecue für die Gäste angeboten, wo sie dann so viel essen können, wie sie wollen (nennt sich dort "tenedor libre").

Mendoza (Argentinien)

Argentinischer Wein wird größtenteils in Mendoza bzw. dem Umland, der Provinz von San Juan, angebaut. So kann man in Mendoza auch mehrere sog. Bodegas besichtigen. Hier werden die Weintrauben zu Wein verarbeitet, gelagert, verkauft und natürlich auch getrunken.
Als "Tor zu Chile" gilt Mendoza, da es direkt an den Anden liegt und ein wichtiger Handelspunkt ist.
Ansonsten habe ich noch einen Ausflug zum Abseilen ("rappel") gemacht, wo wir u.a. eine 42m hohe Wand runter sind. Danach gings zur Belohnung zu den weitläufigen Thermalquellen (sogar mit Rutsche!).
Einen Reitausflug habe ich noch gemacht, allerdings ist Reiten nicht so mein Ding, ist mir zu unbequem. Dafür gab's danach ein ausgiebiges Grillfest.


Santiago (Chile)

Im Zentrum der Hauptstadt von Chile befindet sich der Plaza de Armas, an dem sich eine große Kathedral befindet, sowie auch ein schönes altes Postgebäude und daneben ein Museum der Geschichte. Der Platz ist meistens voll von Menschen und meistens sind auch Künstler oder Artisten anwesend, die ihr Können zur Schau stellen.
Im Museum "Bellas Artes" gibt es zeitgenössische chilenische und auch europäische Kunst zu besichtigen. Ein schönes, helles Gebäude mit kreativen Werken. Außerdem gibt es noch das "Museo de arte precolumbino", was sehr viele alte Reliquien birgt. Allerdings ist der Eintritt nicht ganz billig und Fotografieren ist auch verboten.
An schönen Tagen kann man noch auf den Hügel "Cerro Santa Lucia" mit einer Kapelle und Aussichtsplattform mit schönem Blick über die Stadt auf dem Gipfel. Oder - ein paar Meter entfernt - der "Cerro San Cristobal" mit einem Zoo bis zur halben Höhe und einer Bergbahn bis zum Gipfel. Hier steht die 14m hohe Victoria-Statue, von der aus man einen romantischen Sonnenuntergang bewundern kann. Bei Bedarf kann man von hier aus auch mit einer Seilbahn zum nächsten Hügel weiterfahren.
Zum Strand kann man gut an einem Tag gelangen, z.B. nach Viña del Mar oder das daneben liegende Valparaiso mit weniger Touristen.

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