Athen

Kurz vor meiner Reise nach Athen gab es -laut Nachrichten- heftige Straßenschlachten in der Hauptstadt Griechenlands. Glücklicherweise habe ich hiervon aber rein gar nichts mitbekommen. Die Demonstrationen schienen sich also in anderen Stadtvierteln abzuspielen als in denen, die normalerweise von Touristen besucht werden.
Mein Flug mit Aegean Airlines ging über Thessaloniki, wo ein paar Passagiere "ausgetauscht" wurden und es dann gleich weiter nach Athen gehen konnte.

Das Erste, was einem auffällt, wenn man nach Griechenland fliegt, ist die andere Schrift: Wenn man im Physikunterricht etwas aufgepasst hat, erinnert man sich vielleicht noch an die Namen des einen oder anderen griechischen Buchstabens.
So kann man dann doch manche Wörter entschlüsseln. Mit Englisch kommt man aber generell sehr gut durch.

Zu meinem Glück hatte ich einen persönlichen einheimischen Touristenführer vor Ort, der uns alle geheimen Ecken Athens zeigen konnte.
So ging es also erstmal zum Souvláki essen. Dafür gibt es dort viele Stände, ähnlich wie hier die Kebap-Läden. Souvláki sind eigentlich kleine Fleisch-Spießchen, wird aber normalerweise eher ohne Spieß in ein Pitabrot gepackt und mit Tomaten, Zwiebeln und weißer Soße aus der Hand gegessen. Sehr lecker!

Ein anderes sehr leckeres, typisch griechisches Gericht ist Mousaka, ein lasagneartiger Auflauf mit Auberginen unten, Hackfleisch, Tomaten und Gewürzen in der Mitte und Käse oben drauf.
Allgemein kann man sehr gut günstig essen, bessere Restaurants sind dagegen etwa so teuer wie in Deutschland.
Um einiges teurer dagegen ist das Bier, wenn man in eine Bar oder Lounge geht. Hier bezahlt man für eine (kleine) Flasche schon mal 5-7 Euro.
Dafür bekommt man stets -ob Restaurant oder Bar- ein Glas Leitungswasser dazu und manchmal noch was zum Knabbern.
Billig ist auch das Taxi fahren in Athen. Bei einem Startpreis von einem Euro und 3-5 Cent-Schritten kommt man für unter 10 Euro durch die gesamte Innenstadt.
Genächtigt haben wir im 2-Sterne-Hotel "Aristoteles", welches in einem der Ausländerviertel der Stadt liegt und daher eines der günstigsten Hotels ist, aber nur 25 min zu Fuß von der Akropolis entfernt liegt. Die Zimmer waren weitgehend sauber, das Personal nett und das Frühstück bescheiden aber gut. Da die Taxen sehr billig sind, war es nicht schlimm, dass das Stadtzentrum nicht gerade um die Ecke lag. Von Kriminalität haben wir in diesem Viertel nichts mitbekommen. Von Armut und sogar Prostitution kann man das leider nicht sagen.

Nun aber zu den Sehenswürdigkeiten:
Bekannt ist Athen für die Akropolis ("hohe Stadt"), eine auf einem Felsen gelegene Festung inmitten der Stadt. Die größtenteils verfallenen Gebäude innerhalb der Akropolis sind dennoch sehr eindrucksvoll. So zum Beispiel das wohl bekannteste, der Parthenon, sowie der Niketempel. Diesen ältesten Teil der Stadt ließ Perikles nach der Zerstörung durch die Perser unter Leitung des berühmten Bildhauers Phidias von den Architekten Iktinos und Kallikrates sowie Mnesikles neu bebauen. Die volle Begeisterung für die Ruinen kommt aber erst, wenn man auch die Geschichten der Götter und die Sagen und Mythen hinter den Bauten kennt.

In Athen gibt es viele kleinere Tempel und Ruinen zu besichtigen, sowie auch das eine oder andere Museum. Am Fuß der Akropolis befindet sich z.B. die Agora, ein früherer Markt- und Versammlungsplatz, heute ein netter Park mit Museum, Kapelle und kleinem Tempel.
Im Nationalmuseum gibt es viele (unzählige!) Statuen und Ausgrabungen zu sehen, teilweise mit recht lustigen Motiven.

Zu jeder Tageszeit (außer bei Nebel) lohnt sich ein Ausflug zu einem der Aussichtspunkte. Auf mehreren Gipfeln der Hügel am Stadtrand befindet sich eine Aussichtsplattform zusammen mit einem (sehr teuren) Cafe, wo man einen wunderbaren Blick über die Stadt werfen kann.
Ein Tagesausflug führte uns noch zur Insel Ägina mit dem gleichnamigen Hauptort. Hier gab es (wer hätte es gedacht) einen Tempel, der aber leider schon geschlossen hatte, als wir ankamen. So haben wir das Ufer genossen, sind etwas über die Insel geschlendert und sind letztendlich in einem kleinen Café in der Nähe der am Hafen gelegenen Einkaufsstraße eingekehrt. Die Fahrt mit dem Schnellboot zur Insel war auch lustig und mit 25 Euro (hin und zurück) noch erschwinglich.

Silvester haben wir ebenfalls in Athen gefeiert und haben uns -wie etwa 2000 andere Leute auch- auf dem Syntagma-Platz eingefunden. Die Stimmung war gut und so konnten wir das neue Jahr 2009 begrüßen. Ein Orchester hat dort sogar live gespielt und Feuerwerk gab's auch. Super!
Auch wenn das Wetter in den Tagen eher bewölkt war, hat sich der Ausflug doch sehr gelohnt und die Griechen sind sehr freundliche Leute.

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