USA: New York - Washington

New York ist "die Stadt die niemals schläft" und entsprechend ermüdend ist der viele Verkehr und die Massen an umherwuselnden Menschen.

Im Wachsfigurenkabinett Madame Tussaud's das sich direkt am Times Square befindet gibt es viele Promis in Originalgröße zu begucken. Man kann lustige Fotos machen und bemerkt, dass viele Promis gar nicht so groß sind wie man sie sich oft vorstellt. Anschließend kann man noch ins 4D-Kino gehen, das deshalb 4D heißt, da man nicht nur 3D-Brillen trägt sondern es auch noch andere Effekte gibt wie Schneeflocken, kleine Wasserspritzer, ein kleiner Luftstoß etc. Das macht die etwas langweilige Story wieder wett.

Es gibt einige Museen in der Kulturmetropole New York: Signifikant sind das MoMA (Museum of Modern Art), das Metroppolian Museum of Art welches direkt am Central Park liegt, wie auch das Guggenheim Museum mit seiner sehr modernen Architektur. Sehenswert ist wohl auch das Museum of National History, wo wir leider nicht mehr waren. Die staatlichen Museen kosten keinen Eintritt (bestenfalls eine Spende), die privaten schon (z.B. MoMA kostet $20,-).

Seit 2001 ist das Empire State Building wieder das höchste Gebäude von New York und entsprechend hoch ist auch der Preis für die Fahrt mit dem Aufzug in den 86. Stock ($20,-) bzw. in den 102. Stock ($35,-). Trotzdem gibt es eine lange Warteschlange. Als wir dort waren, hat zufälligerweise gerade jemand seiner Freundin einen Heiratsantrag auf der Aussichtsplattform gemacht - in aller Öffentlichkeit! So was ist schon lustig!

Den größten Weihnachtsbaum der Stadt gab es vor dem Rockefeller Center. Auf dieses Hochhaus kann man auch rauf und hat eine tolle Aussicht. Alternativ kann man auch die mini Eislaufbahn vor dem Gebäude benutzen. Schräg gegenüber befindet sich die St. Patrick's Cathedral, die schon als Kulisse für manchen Film diente (Spiderman, Little Nicky, Mr. Deeds, Daredevil).

Sehr angenehm ist, dass man in (fast) jedem Restaurant und Cafe ein Glas Wasser mit Eiswürfeln gratis bekommt. So wird man nicht über die Getränke abgezockt. Außerdem gibt es fast immer "free refill" für "sodas", das heißt man kann sich sein Glas Cola, Fanta etc. beliebig oft wieder nachfüllen. Ob das besonders zur Gesundheit beiträgt, wage ich zu bezweifeln, aber jedenfalls ist es nicht so kleinlich.

Der Times Square ist einder der zentralen Plätze in the "Big Apple". Faszinierend sind hier die von allen Seiten flimmernden Bildschirme, mit denen die Fassaden geradezu zugekleistert sind. So kann man sich nachts auch die Straßenbeleuchtung sparen. Sogar die Polizeistation hat hellblau-rosa leuchtende Buchstaben! Auf diesem Platz versammeln sich an Silvester bis zu einer Million Zuschauer. Da wir aber keine Lust hatten, stundenlang in der Kälte zu stehen und zu warten, haben wir kurzerhand eine Bootsfahrt auf dem Hudson River gebucht, wo man statt der Lichterkugel am Times Square ein Feuerwerk auf dem Waser erlebte.

Für das Abendprogramm gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten. Wir waren in einer Aufführung des "Cirque du Soleil", einem kanadischen Artistenzirkus, der im Madison Square Garden eine Show darbot. Ein Geheimtipp ist auf alle Fälle STOMP: Eine Gruppe von 8 Leuten, die die Zuschauer mit einer Mischung von Rhythmen, Schauspiel und kreativen Ideen zum Lachen, Staunen und nicht zuletzt zum Mitklatschen bringen. Ansonsten lohnt sich sicherlich auch ein Besuch in der "Met", der Metropolitan Opera.

Eines der Wahrzeichen New Yorks ist die Freiheitsstatue, ein Geschenk Frankreichs von 1886. Die Fahrt mit der Fähre kostet ein paar Dollar (obwohl im Internet steht, dass die Fahrt kostenlos sei) und hinein ins Museum und zur Krone kann man nur mit speziellen Tickets, deren Kontingente pro Tag begrenzt sind und die man noch in Manhattan kaufen muss. Ansonsten sieht die Statue aus wie auf den Bildern, erscheint mit ihren 46m aber relativ klein, wenn man sonst die Wolkenkratzer von New York gewohnt ist.

Auf dem Rückweg kann man noch am Ground Zero vorbeischauen, wo einst die World Trade Center standen. Inzwischen wird schon wieder ein neues gebaut ("One World Trade Center"). Nicht weit ist auch die New Yorker Börse ("Stock Exchange"), die an der bekannten Wall Street liegt. Eine Ecke weiter ist auch der überdimensionale Stier, das Symbol für steigende Aktienkurse.

Wenn man noch etwas Zeit hat, kann man die hübschen kleinen Läden in Little Italy besuchen, oder die chinesischen Straßenzüge in Chinatown.

Das Bussystem ist auch in den USA viel ausgeprägter als in Deutschland. Kaum jemand fährt mit dem Zug. Das hat zum einen den Vorteil, dass es mehrere Konkurrenten gibt und so die Preise gut sind und zum anderen, dass so ziemlich alle Busse mit kostenlosem Internetzugang ausgestattet sind. Aufgrund der Tempolimits und des großen Verkehrsaufkommens dauern die Fahrten allerdings meist recht lange. Von New York nach Washington waren es ca. 5 Stunden (für 370 km).

Washington ist im Vergleich zu New York um einiges ruhiger und sauberer.
Versüßt wurde unser Aufenthalt durch die Gastfreundschaft von peruanischen Bekannten, bei denen wir wohnen konnten!

Es gibt einige berühmte Sehenswürdigkeiten in Washington, die man alle in 1-2 Tagen abklappern kann. Dazu zählt z.B. das Kapitol, wo der Senat und das Repräsentantenhaus tagen, dann das Weiße Haus, wo momentan Obama wohnt, der Obelisk "Washington Monument" und auch das "Lincoln Memorial", ein Denkmal an den ehemaligen Präsidenten Abraham Lincoln. Viele Denkmäler finden sich an der Straße "National Mall" zwischen dem Kapitol und dem Lincoln Memorial. Einen schönen Blick hat man außerdem auf das Jefferson Memorial mit dem davorliegenden See. (Jefferson war größtenteils für die Unabhängigkeitserklärung von 1776 verantwortlich)

Ein Unterschied der USA zu andern Länderen ist, dass alle Preise in Netto angegeben werden. Das heißt, es kommen immer noch Steuern mit dazu und bei Dienstleistungen auch noch ein Trinkgeld. Dies beträgt normalerweise etwa 15-20%. Wenn es also einen Pauschalpreis von $45,- für Taxis vom New Yorker Flughafen JFK nach Manhattan gibt, dann zahlt man mit Steuern und Trinkgeld letztendlich um die $60,- Dollar.

Ganz in der Nähe der Sehenswürdigkeiten gibt es jede Menge Museen: Angefangen haben wir mit dem Luft- und Raumfahrtmuseum ("National Air and Space Museum"), wo es -ähnlich wie im Deutschen Museum München- einige Flugzeuge, Hubschrauber und Raumkapseln zu bestaunen gibt, teilweise sogar begehbar. Lustig ist auch der Raum mit den Simulatoren, wo man ein Flugzeug selber steuern kann.

Die nächste Station war das Nationalmuseum der Indianer mit seiner außergewöhnlichen und sehr kurvenreichen Architektur, die mir sehr gut gefiel. Es gibt hier einige Sammlungen mit "erbeuteten" Artefakten und Kulturgütern der amerikanischen Ureinwohner.

Einen kleinen Abstecher machen wir noch ins Museum für afrikanische Kunst, welche erstaunlich kreativ ist. Sehenswert ist sicherlich auch das Hirshhorn Museum mit dem dazugehörigen Garten.

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